Diese Daten kommen aus Laternenparker – der App, die dir sagt, wann deine Ladesäule frei ist.Daten aus der App Laternenparker

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Deutschlands Ladesäulen stehen meistens still

Ein öffentlicher Ladepunkt ist im Wochenschnitt 12,6 % der Zeit belegt. Selbst in der am stärksten nachgefragten Stunde der Woche sind noch 78,1 % frei. Das Problem am Laden ist also nicht die schiere Menge – sondern dass niemand dir sagt, welcher Punkt jetzt gerade frei ist. Und dass ein erheblicher Teil der Säulen seinen Zustand überhaupt nicht meldet.

12,6 % belegt im Wochenschnitt gemessen an 126.568 Ladepunkten
21,9 % in der Spitzenstunde die nachgefragteste Stunde der Woche
22,2 % melden ihren Zustand nie kein einzelner Statuswechsel im Messfenster
26,0 % können nicht gleichzeitig laden Ø 2,58 nutzbare Punkte je Station

Wann ist wirklich etwas frei?

Der Tagesverlauf ist überraschend gleichmäßig: ein flacher Vormittagsanstieg, ein breites Mittagsplateau, der Abend fällt langsam ab. Nachts zwischen 2 und 5 Uhr liegt die Belegung noch bei 6,5 %. Ob dort um vier Uhr morgens wirklich geladen wird oder nur ein fertiges Auto steht, lässt sich aus den Daten nicht sagen: Die Feeds melden in beiden Fällen „besetzt".

Belegungsgrad im Tagesverlauf, Deutschland Anteil der Zeit, in dem ein Ladepunkt belegt war, in Prozent
0 5 10 15 20 25 0 3 6 9 12 15 18 21 Uhrzeit
Zahlen als Tabelle
Belegungsgrad in Prozent je Wochentag und Stunde
Tag01234567891011121314151617181920212223
Montag 766666710151820202019181717161614131098
Dienstag 77766779141719191918171616161615131198
Mittwoch 877767710141719191918171716161615131198
Donnerstag 8777777101417191919191817171717151411109
Freitag 8877778111720222221201919181817161412109
Samstag 87766678101317192020191918171615131198
Sonntag 776666678101416171817171716151311987

Die Lücke, über die niemand redet

Eine Säule mit drei Steckern lädt selten drei Autos. Viele teilen ihre Leistung, physisch nutzbar sind dann zwei. Wir messen das, statt es den Datenblättern zu glauben: Wir beobachten, wie viele Ladepunkte einer Station je gleichzeitig belegt waren. Ergebnis: 26,0 % der Ladepunkte an Stationen mit belastbarer Messung können nicht gleichzeitig laden. Wer Ladepunkte zählt, zählt also zu hoch.

Dazu kommt das Meldeproblem: 22,2 % der Ladepunkte haben im Messfenster keinen einzigen Statuswechsel gesendet. Manche Feeds melden stur „frei", auch wenn seit Wochen niemand geladen hat. Solche Punkte zeigen wir als unbekannt statt als frei – und genau deshalb liegen unsere Belegungswerte unter dem, was ein naives Auszählen ergäbe.

Wo am meisten Ladepunkte stumm bleibenAnteil der Ladepunkte ohne jede Statusmeldung, in Prozent · Bundesländer
  1. Bremen 36,2
  2. Niedersachsen 27,8
  3. Sachsen 26,6
  4. Mecklenburg-Vorpommern 25,7
  5. Baden-Württemberg 24,1
  6. Nordrhein-Westfalen 23,7
  7. Bayern 22,6
  8. Thüringen 20,6

Hohe Werte heißen nicht „schlechte Säulen", sondern „schlechte Datenlage" – meist liegt es am Betreiber-Feed, nicht an der Technik.

Wo die Säulen am stärksten gebraucht werden

Zwischen den Bundesländern liegt fast ein Faktor zwei. Was dahintersteckt, zeigen diese Zahlen allein nicht: Hohe Belegung kann viel Nachfrage heißen, zu wenig Kapazität – oder eine Standortmischung mit vielen Straßenladepunkten, an denen Autos lange stehen. Die Aufschlüsselung nach Nutzungsfall kommt mit dem Thema Versorgung.

Belegungsgrad nach BundeslandAnteil der Zeit belegt, in Prozent
  1. Hamburg 21,1
  2. Berlin 18,9
  3. Baden-Württemberg 13,9
  4. Hessen 13,5
  5. Bayern 12,2
  6. Nordrhein-Westfalen 11,9
  7. Schleswig-Holstein 11,8
  8. Niedersachsen 10,9
  9. Sachsen 10,5
  10. Brandenburg 10,4
  11. Rheinland-Pfalz 10,1
  12. Sachsen-Anhalt 10,0
  13. Bremen 9,3
  14. Saarland 9,3
  15. Mecklenburg-Vorpommern 9,1
  16. Thüringen 8,6

Die zehn am stärksten belegten Kreise

SpitzenreiterAnteil der Zeit belegt, in Prozent
  1. Frankfurt am Main 21,9
  2. Hamburg 21,1
  3. Köln 21,0
  4. Potsdam 20,5
  5. Bamberg (Stadt) 20,2
  6. Stuttgart 20,1
  7. Offenbach am Main 19,6
  8. Nürnberg 19,3
  9. Berlin 18,9
  10. Trier 18,9

… und die zehn entspanntesten

SchlusslichterAnteil der Zeit belegt, in Prozent
  1. Uckermark 5,6
  2. Görlitz 5,7
  3. Straubing-Bogen 5,7
  4. Haßberge 5,7
  5. Saale-Orla-Kreis 6,1
  6. Kaiserslautern 6,2
  7. Schweinfurt 6,3
  8. St. Wendel 6,4
  9. Zwickau 6,5
  10. Wolfenbüttel 6,5

Nur Kreise mit mindestens 100 auswertbaren Ladepunkten. In sehr kleinen Kreisen – der kleinste hat 12 – würde ein einzelner Dauerparker den Wert um Prozentpunkte verschieben.

Alle 400 Kreise einzeln: Belegung nach Gebiet.

Betreiber im Vergleich

Der Belegungsgrad sagt nichts über die Qualität eines Betreibers – ein voller Ladepark kann gut gewählt sein, ein leerer schlecht gelegen. Interessant ist die Spannweite: Sie reicht von Schnellladeparks an der Autobahn, die sich stündlich leeren, bis zu Straßenladepunkten in Innenstädten, an denen Autos über Nacht stehen.

Belegungsgrad nach BetreiberAnteil der Zeit belegt, in Prozent · nur Betreiber mit mindestens 400 auswertbaren Ladepunkten
  1. EnBW 12,6
  2. Tesla 12,7
  3. EWE Go 10,5
  4. E.ON 12,6
  5. Pfalzwerke 6,9
  6. Hamburger Energiewerke 28,2
  7. Lidl 7,6
  8. Allego 12,8
  9. eze.network 20,4
  10. Shell 6,4
  11. Qwello 27,5
  12. Getec mobility solutions 7,6
  13. TotalEnergies 9,3
  14. Vattenfall 10,7

Was als Nächstes kommt

Ladekunde wächst in vier Richtungen. Belegung und Zuverlässigkeit stehen, die anderen drei folgen:

  1. Belegung & Zuverlässigkeit – da sind wir
    Wann ist frei, was ist gestört, was meldet gar nichts.
  2. Versorgung & weiße Flecken
    E-Autos je Ladepunkt im Kreisvergleich, Entfernung zum nächsten Schnelllader als Karte.
  3. Preise
    Was die Kilowattstunde wo kostet – und wie sich die Ad-hoc-Preise entwickeln.
  4. Hochlauf-Tempo
    Wächst das Netz schneller als der Bestand an E-Autos? Mit den Daten von KBA und NOW.

Woher die Zahlen kommen

Alles auf dieser Seite ist eigene Messung, keine Übernahme fremder Statistik. Wir zeichnen die Status-Feeds der Ladesäulenbetreiber fortlaufend auf und verdichten sie zu einem Wochenprofil je Ladepunkt. Drei Regeln halten die Zahlen ehrlich:

Stand der Auswertung: 2.10.2026. Messfenster: die jeweils letzten vier Wochen. Details in der Methodik.